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Galiziendeutsche Siedlungen
Exkursion durch Mariahilf.

Exkursion durch ehemalige Deutsche Siedlung Mariahilf
Ehemalige Julzikapelle.
Deutsche Hauser von dem Plan der Siedlung.
Rosegerschule.
Alter Friedhof.
Kirche „Maria Hilfe der Christen“.




Kirche „Maria Hilfe der Christen“

Das Gedenkkreuz zu Ehre der Grundung der deutschen Siedlungen in Mariahilf

Kurze Geschichte.

Siedlung Mariahilf Sie wurde am westlichen Rand der Stadt Kolomyja von den den Gebürtigen aus Westböhmen (der böhmische Wald) gegründet. Diese Gruppe von deutschen Umsiedler wurde für die Arbeiten bei der Bereitstellung von Holz für die Gläsereien in den Wäldern in Bukowina angewerbt. Dort hatten sie im Jahre 1803 eine Siedlung gegründet, die zu Ehren vom Erzgerzog Karl als Karlsberg genannt wurde. Schwere Arbeits- und Lebensbedingungen sowie grobe Betrüge der Arbeitsnehmer bei der Senkung der Löhne von der Verwaltung der Gläsereien, all das hat zum Beschluß geführt, nach heimatlichen Böhmen zurückzukehren. Am 21. Mai 1811 sind die Umsiedler aus Karlsberg in der Richtung nach Heimat aufgebrochen. Unterwegs eine Ruhepause am westlichen Rand von Kolomyja gemacht, haben sie die von Sträuchen und Bäumen bewachsenen Böden bemerkt. Sie haben sich an die Stadtmagistrat gewendet und Einen Kaufvertrag für den Boden abgeschlossen. Gemäß diesem Vertrag haben 33 Familien je 4 Joch (1 Joch = 0,575 Hektar) Boden und 4 Joch des kirchlichen Bodens erhalten. So war 1811 die Siedlung der böhmischen Deutschen Mariahilf gegründet worden, wo später die gleichnamige Kirche Maria Hilfer der Cristen gebaut wurde. Schwere Arbeit bei der Bodenbefreiung für die Führung der Wirtschaften, für das Leben in den Erdhüten und in den hastig errichteten hölzernen Bauernhäuschen, um den ersten Winter zu überleben, all das war nicht leichter Alltag der Siedler von Mariahilf. In einigen Jahren wuchs aber hier eine wunderschöne Sidlung, die mit der Zeit nach der Bevölkerungszahl zu einer der größten Siedlungen in Galizien sowie zu einer der entwickelsten in Hinsicht der Kultur geworden ist.

Alles hat den Umsiedlern schwere Arbeit gekostet. Und sie sahen, wie sich ihr Wohlstand auf ihren Augen erhöhte, ihre Häuser schöner werden und sie konnten immer neue Böden für ihre Kinder einkaufen. An der Stelle der am Anfang gebauten Kirche entstand 1853 ein wunderschöner Tempel aus Ziegelstein, der später mit den Seitenbauten ergänzt worden war. 1910 wurde in Mariahilf die deutsche Schule namens geheiligt und eröffnet, die zum Ehren des österreichischen Sriftstellers Roseger, der die Geldmittelsammlung für den Bau der Kirchen und Schulen geschaffen und Geldmittel für den Bau der Schule in Mariahilf gesammelt hatte und bei ihrer Eröffnung anwesend war, seinen Namen erhalten. Es sind auch wunderbare Lehrer dieser Schule wie Schuldirektor Jakob Reinpold, Heinrich Filipack zu erwähnen, die nicht nur Kenntnisse den Kindern der Umsiedler gaben, sondern auch die akrive Träger der Kultur, des Fortschritts sowie die aktiven Vertreter der Interessen der Gemeinde Mariahilf waren. So 1925 dank der Position von J. Reinpold und stellvertretendes Vorsitzenden des Vereins der deutschen wirtschaftlichen Gesellschaften in Galizien Sep Müller ist es gelungen, den Verband der deutschen Katholiker zu registrieren, dessen Verwaltung für die Woiwodschaft Stanislaw sich in Kolomyja in der Siedlung Mariahilf befand und die um die geistliche, Volks-, Kultur- und Wirtschaftstätigkeit sorgte. Als erster Vorsitzende dieser Verwaltung war derselbe J. Reinpold gewählt worden. In der Siedlung wirkte noch eine sogenannte polnische Schule, wo der Unterricht in der deutschen und polnischen Sprache geführt wurde. In der Siedlung wirkten aktiv die Reifeisenkasse, die Sportvereine der Jugendlichen, die Zellen des Verbandes der christlichen Deutschen (1908) und der deutschen Schulgesellschaft, die Zellen der verschiedenen politischen Parteien. Während des ersten Weltkrieges der größte Teil der deutschen Ansiedler war gezwungen, ihre Siedlung zu verlassen und nach Österreich und Westgalizien zu fahren. Ein Teil der Bauten in der Siedlung Mariahilf wurde von der russischen Armee verbrannt und vernichtet. Mit schwerer Arbeit haben die Leute, die zurückgekehrt sind, alles wiederaufgebaut und zur Ordnung gebracht. Nach dem Anfang des zweiten Weltkrieges waren die Einwohner der Siedlung gezwungen, im Jahren 1939-1944 wieder die Stellen ihrer 150-jährigen Aufenthalt in Galizien zu verlassen, und jetzt für immer nach Westeuropa zu fahren.

Statistische Information über Mariahilf und deutsche Bevölkerung in Rakiwtschyk nach J. Reinpold: Deutsche Bevölkerung: 186 Familien insgesamt mit 684 Personen. Besitztum der Deutschen: 148 Häuser, 150 wirtschaftlichen Gebäuden, 890 Joch Boden und Wald, durchschnittliche Größe eines Gehöftes betrag 4,78 Joch.





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